FDP.Die Liberalen
Kreis 7 & 8
02.06.2017

Die zehn Punkte der FDP 7+8 für ein erfolgreiches Hochschulquartier

Der Parteivorstand hat zehn Punkte zu den aktuell aufliegenden Gestaltungsplänen verabschiedet, welche zu einer Quartierverträglichkeit der zukünftigen Hochbauten, einer gut funktionierenden Verkehrserschliessung sowie zur Beibehaltung eines ambulanten Versorgungsangebotes für die Stadtzürcher Bevölkerung führen sollen.

1. Der Kantonsrat hat am 13.3.2017 die Teilrevision des kantonalen Richtplans, Kapitel 6, öffentliche Bauten und Anlagen, Gebietsplantung Hochschulgebiet Zentrum-Zürich bera-ten (5180/2015) beraten. Ein differenzierter Umgang mit dem bestehenden Häfelimoser-steiger (HMS) Bau wurde erlaubt. Deshalb soll eine Studie ohne vollständigen HMS erarbeitet werden.

2. Die Gestaltungvorgaben sehen vor, dass bei der Überbauung des Hochschulgebiets ei-ne gute Gesamtwirkung entstehen soll. Wir regen an, dass das Gestaltungskonzept des ersten jurierten Gestaltungsplangebiets hinsichtlich Materialien, Farbe und Beleuch-tung auch auf die anderen Gestaltungspläne Anwendung findet.

3. Die Untergeschossnutzungen halten wir für ein zentrales Element bei den Gestal-tungsplänen. Im Grünbereich Ost wird die Untergeschossnutzung mit 10'000 m/2 ange-geben. Dies erscheint gerade auch im Vergleich mit den anderen Zonen knapp bemes-sen. Man kann sich Optimierungspotential vorstellen, was eine flexiblere oberirdischen Gestaltung der einzelnen Bereiche bewirken kann.

4. Durch den Grundsatz, dass die ambulante Behandlung mehrheitlich in den Circle ausge-lagert wird, konnte der Flächenbedarf im Richtplan reduziert werden. Die ambulante Versorgung der städtischen Bevölkerung kann nicht nur in Kloten stattfinden. Deshalb muss auch im Zentrum dafür benötigter Raumbedarf in der Konzipierung der Bauten vorgesehen sein.

5. Insbesondere beim Gestaltungsplan Wässerwies sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu wuchtig gebaut wird. Gerade die Zone Wässerwies liegt sehr prominent an der Ecke Rämi-/Universitäts-/Gloriastrasse und dahinter befindet sich das Schwestern-haus, welches bei zu prominenter Bauweise allenfalls «erdrückt» wird.

6. Bei der Dachgestaltung im Hochschulquartier Zentrum Zürich soll auf die Sicht aus der Perspektive vom Zürichberg Rücksicht genommen werden. Wir ersuchen Sie, entsprechende Gestaltungsvorgaben zu erlassen.

7. Wir wünschen Informationen über das Baustellenverkehrskonzept, das wir als unab-dingbar erachten.

8. Wir möchten wissen, wie die (öffentliche) Verkehrsverbindung zwischen Hoch-schulgebiet und Irchel sowie Irchel und Bahnhof künftig aussieht und wie diese Infrastrukturbauten in den Gestaltungsplänen berücksichtigt werden.

9. Die FDP 7 und 8 erachten die Anzahl projektierter Personenwagenabstellplätze als zu knapp. Das Erschliessungskonzept Verkehr ist diesbezüglich zu plausibilisieren.

10. Wir wünschen Auskunft über allfällige Rekursmöglichkeiten der Anwohner und die finanzielle Tragbarkeit eines Rekurses.

Bild: ETH Zürich im Abendlicht (CC BY-SA 4.0, Copyright by ETH-Bibliothek, https://en.wikipedia.org/wiki/ETH_Zurich#/media/File:ETH_Z%C3%BCrich_im_Abendlicht.jpg)